Die Hitze trieb uns nach Osten, zum Mondsee
Am vierten Tag unseres Alpenabenteuers beschlossen wir, in Österreich nach Osten zu fahren, da uns die erdrückende Hitze dazu zwang, Abkühlung zu suchen. Nach dem Studium der Karte entdeckten wir eine wunderschöne Seenlandschaft in der Nähe von Salzburg, die als perfektes Ziel erschien. In der Abenddämmerung erreichten wir den Mondsee, stießen aber erneut auf das bekannte Problem: Wildcampen war überall verboten. Dies ist Teil 4/7 unserer Alpen-Roadtrip-Serie.
Das Risiko einer Übernachtung am Seeufer
An diesem Punkt begann der Frust zu steigen. Es schien, als ob jede angenehme und verlockende Sache ausdrücklich verboten war. Wir waren müde, und die Dunkelheit brach schnell herein, also beschlossen wir, das Risiko einzugehen und trotz der Verbotsschilder am Straßenrand am Seeufer zu übernachten. Zu unserer Überraschung waren wir nicht die Einzigen. Am Straßenrand standen viele verschiedene Autos, in denen die Leute offensichtlich übernachteten. Dies spendete ein wenig Trost und ein Gefühl der Sicherheit, obwohl wir uns des Verbots bewusst waren.
Das Duschdrama beginnt
An diesem Punkt der Reise sehnten wir uns dringend nach einer richtigen Dusche, da unsere früheren Reinigungen auf das Eintauchen in Seen beschränkt gewesen waren. Die Dunkelheit hatte bereits eingesetzt, aber wir beschlossen mutig, die Dusche des Wohnmobils zum ersten Mal auszuprobieren. Doch bald begannen die Probleme.
Als wir versuchten, den Gas-Warmwasserbereiter einzuschalten, stellten wir fest, dass er überhaupt nicht funktionierte. Wir versuchten, das Problem durch Googeln und Ausprobieren verschiedener Einstellungen zu lösen, aber ohne Werkzeuge war eine genauere Fehleranalyse unmöglich. Schließlich gaben wir auf und akzeptierten die Situation – vielleicht würde es auf dieser Reise überhaupt kein warmes Wasser geben. Zum Glück war es draußen so heiß, dass der Gedanke an eine kalte Dusche nicht völlig schrecklich war.
Wasser schwappte auf dem Boden
Als wir endlich den Duschhahn öffneten, erwartete uns eine weitere unangenehme Überraschung. Kein einziger Tropfen Wasser kam aus der Dusche, aber der Boden des Wohnmobils begann mitten in der Dunkelheit zu überschwemmen. Die Situation war frustrierend und chaotisch, aber wir konnten das Wasser schnell abstellen und schlimmere Schäden verhindern. Diese Episode bestätigte, dass wir uns besser auf den Kauf des Wohnmobils hätten vorbereiten sollen – oder zumindest alle wichtigen Geräte sorgfältig vor Reiseantritt testen sollen.
Fehlerbehebung bei Taschenlampenlicht
Im Licht der Handy-Taschenlampe begannen wir herauszufinden, warum das Wasser überlief. Nach kurzer Suche fanden wir die Ursache des Problems: Die Schläuche des Wassertanks des Autos waren vollständig abgetrennt. Das Wasser kam direkt von der Pumpe auf den Tank und lief von dort auf den Boden. Die Situation wurde klar – der Vorbesitzer des Fahrzeugs hatte es anscheinend winterfest gemacht und danach das Wassersystem überhaupt nicht gewartet.
Obwohl die Situation zunächst herausfordernd aussah, fanden wir glücklicherweise eine Lösung. Die Schlauchschellen konnten mit den Autoschlüsseln fest genug angebracht werden. Das war nicht das beste Werkzeug zum Befestigen von Schläuchen, reichte aber zum Glück für diesen Notfall aus. Nach ein wenig Justieren blieb das Wasser dort, wo es hingehörte, und wir konnten endlich die lang ersehnte Dusche genießen.
Luxus nach den Widrigkeiten
Wir mussten uns mit der Dusche im Wohnmobil begnügen, da der nahe gelegene See keine Option war. Vom Seeufer gab es einen Abhang von etwa fünf Metern zur Straße hinab in das dunkle Wasser, was selbst nach einem heißen Tag nicht verlockend war. Trotz aller Widrigkeiten fühlte sich die Dusche am Ende geradezu luxuriös an – vielleicht gerade weil man so viel Mühe dafür aufwenden musste.


