Der Morgen brach an, und wir wachten voller Vorfreude auf einen neuen Abenteuertag auf. Als wir aus dem Wohnmobil stiegen, enthüllte das Tageslicht die Landschaft vor uns. Der Wasserstand des Stausees war außergewöhnlich niedrig und legte den Sandboden großflächig frei.
Nach dem Frühstück überlegten wir kurz, ob wir näher ans Seeufer fahren sollten. Schnell wurde klar, dass die Sandstrände trügerisch weich waren. Wir beschlossen, Richtung Caminito Del Rey weiterzufahren. Die heutigen Tickets waren ausverkauft – ohne Vorausbuchung kommt man nicht auf die Route. Glücklicherweise waren für den nächsten Tag noch Plätze frei.
Campingplatz und See-Erkundung
Als die Tagespläne sich änderten, überlegten wir, wie wir den freien Tag nutzen könnten. Auf dem Parkplatz trafen wir ein nettes älteres schwedisches Paar, das den Winter in Spanien im Wohnmobil verbrachte.
Wir fanden den Camping del Caminito Del Rey direkt am Seeufer. Nach dem Mittagessen erkundeten wir die Gegend. Ein Highlight war der Swimmingpool mit atemberaubender Aussicht. Wir wagten uns auch auf nahegelegene Inseln, die jetzt trockenen Fußes erreichbar waren.
Caminito Del Rey Wanderung
Am nächsten Morgen standen wir vor Sonnenaufgang auf. Wir kamen rechtzeitig auf dem Parkplatz an. Der Weg vom Parkplatz zum Routeneingang führte durch einen beeindruckenden, in den Fels gehauenen Tunnel. Man betritt den Caminito Del Rey von Norden, und die Route verläuft einseitig nach Süden.
Wir hatten Tickets für eine geführte Tour gebucht, was sich als ausgezeichnete Entscheidung erwies. Der erste Teil der Route folgte einem gewundenen Pfad am Canyon-Rand, aber etwa auf halber Strecke änderte er sich komplett – wir liefen an einer senkrechten Felswand entlang, unter unseren Füßen nur ein Metallgitter.
Der Höhepunkt der Route war die Puente Colgante-Hängebrücke, die in 105 Metern Höhe über den Canyon spannt. Nach der Brücke stiegen wir steile Treppen hinab.


